Haus & Grund Koblenz weiter auf Erfolgskurs

Mitgliederversammlung 2018: Die gute Arbeit von Haus & Grund Koblenz trägt an vielen Stellen Früchte. Vor allem bei der Mitgliederzahl: Bundesweit befindet man sich bei den Steigerungsraten aller Haus & Grund Vereine in der Top 10. Gastredner bei der Mitgliederversammlung war Rainer Brüderle.

Zu Gast bei Haus & Grund Koblenz: Rainer Brüderle, Vorsitzender des Bundes der Steuerzahler Rheinland-Pfalz und ehemaliger Bundeswirtschaftsminister (2. von links). Außerdem dabei: die Vorstandsmitglieder Stefan Schwarz und Christa Merkt sowie der Vorsitzende Christoph Schöll (rechts).
Zu Gast bei Haus & Grund Koblenz: Rainer Brüderle, Vorsitzender des Bundes der Steuerzahler Rheinland-Pfalz und ehemaliger Bundeswirtschaftsminister (2. von links). Außerdem dabei: die Vorstandsmitglieder Stefan Schwarz und Christa Merkt sowie der Vorsitzende Christoph Schöll (rechts). - Foto: Haus & Grund Koblenz

„Die Ausbaubeiträge sollten wir abschaffen.“ Diese klare Ansage machte der Vorsitzende des Bundes der Steuerzahler Rheinland-Pfalz, Rainer Brüderle, auf der Mitgliederversammlung von Haus & Grund Koblenz.

Die Ausbaubeiträge führten zu finanziellen Härten, insbesondere bei Rentnern mit geringem Einkommen und bei jungen Familien. Zudem ergebe sich ein hoher Verwaltungsaufwand, der oftmals in harte Konflikte zwischen Bürgern und Verwaltung bei der Bemessung der Anliegeranteile mündet.

„Außerdem“, so Brüderle, müsse „der Staat all denjenigen, die das Steueraufkommen erwirtschaften, auch einmal etwas zurückgeben, wenn – wie derzeit -–die Steuerquellen übersprudeln“.

Verein hat jetzt fast 4.500 Mitglieder

Der Vorsitzende der Eigentümerschutz-Gemeinschaft, Christoph Schöll, konnte in der Versammlung eine neue Rekord-Mitgliederzahl vermelden. 4.464 Mitglieder zählte der Ortsverein Mitte November 2018, und das mit weiter steigender Tendenz. Unter den über 900 deutschen Haus & Grund Vereinen belegte Koblenz im Jahr 2017 bei der Steigerungsrate einen Platz unter den „Top Ten“.

In seinem Geschäftsbericht verwies Schöll darauf, dass sich beim Verkauf von Immobilien ein Ende der Preisspirale abzeichne. „Die Steigerungen sind im hochpreisigen Segment zum Stillstand gekommen“, meinte der Vorsitzende bei der Vorstellung des Grundstücksmarktberichtes. Dagegen zögen die Preise im unteren und mittleren Segment noch leicht an.

Der Anstieg der Mieten habe sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren beruhigt. Zudem bewege sich das Mietniveau in Koblenz, so Schöll, nach wie vor weit unterhalb der benachbarten Großstädte Bonn, Mainz, Trier und Wiesbaden, was zur Attraktivität der Stadt beitrage.

Kritik an der defizitären Baulandsituation vor Ort

Kritik übte der Koblenzer Rechtsanwalt an der defizitären Baulandsituation in Koblenz. Die hohe Nachfrage insbesondere im Einfamilienhausbereich führe mittlerweile zu Abwanderungseffekten in den Kreis Mayen-Koblenz. Auch profitierten benachbarte Städte wie Lahnstein und Weißenthurm oder der vordere Hunsrück davon, dass in Koblenz kein Bauland zur Verfügung gestellt werde, was insbesondere junge, bauwillige Familien zu spüren bekämen.

Er forderte die Lokalpolitik auf, diese Situation zu ändern. „Koblenz muss weiter auf dem Wachstumspfad bleiben“, forderte Schöll.

Zurück